Liebe und Beziehungen

Allgemeines, Phasen, Spiegelgesetz, Bindungsmuster und Ängste

Letzte Änderung: 08.05.2017

 

Auf dieser Seite werde ich mehr und mehr Informationen zum Thema Beziehungen und Bindungsangst veröffentlichen. 

Mein Bestreben ist es, das Thema Beziehung aus allen Richtungen zu durchleuchten und alles zusammenzufassen. Vor allem die Tabelle am Ende der Seite ist der Versuch, das Thema vollständig aufzuschlüsseln und zusammenzufassen, und ich denke, diese Zusammenstellung ist ziemlich einzigartig.

 

Ich habe früher oft gesagt, dass das Herz mich zu den falschen Frauen führt, nämlich zu denen, die mir am Ende Schmerz bereiten. Heute weiß ich, dass es nicht die falschen Partnerinnen waren, das Herz hat immer Recht, es führt Dich dorthin, wo Dir Deine Themen aufgezeigt (gespiegelt) werden. Das Herz / Unterbewusstsein sucht den bekannten Schmerz und wählt die Partner aus, die einem diese Schmerzen zufügen. Der Partner, für den Du besonders viel empfindest, zeigt Dir am besten Deine inneren, unbewussten Themen auf.

Betrachte die emotionalen Aussagen Deines Partner als die Stimme Deines eigenen inneren Kindes und/oder Deiner Eltern.

 

 

Beziehungen dienen laut Chuck Spezzano dazu, sich selbst zu heilen und ganz zu werden.

 

Was sagen Dein Kopf, Dein Herz und Dein Bauch zu Deiner Beziehung? Sind alle 3 im Gleichgewicht? Sagen alle 3 Instanzen ja?
Was sagt Dein Kopf (Verstand) zu Deiner Beziehung?
Was sagt Dein Herz (Gefühl) zu Deiner Beziehung?
Was sagt Dein Bauch (Intuition) zu Deiner Beziehung?

 

Das Spiegelgesetz

 

Der Partner, den wir haben ist IMMER unser Spiegel, d. h. er zeigt uns die in uns selbst noch nicht geheilten Themen.

 

Das bedeutet nicht unbedingt, dass er Ihnen 1:1 aufzeigt, was in Ihnen vorgeht, aber Sie tragen etwas in sich, mit dem Ihr Partner in Resonanz geht - aus der Kindheit, Ahnenreihe (Eltern oder Generationen davor) oder früheren Leben.

 

Verletzt der Partner Sie ständig mit irgendwelchen Aussagen oder Verhaltensweisen?

Neigt Ihr Partner zu Gewalt oder Alkohol? Ist er nie für Sie da?

Zieht er sich ständig zurück und lebt wie ein Einsiedler?

Zettelt er immer wieder Streit an, vor allem wenn es gerade am schönsten ist?

Dann spiegelt er Ihnen womöglich eine frühere Person in Ihrem Leben, in aller Regel das gegengeschlechtliche Elternteil (bei Frauen meistens den Vater, bei Männern meistens die Mutter). 

Das Verhalten (Wut, Trauer etc.) ist wiederum meistens die Stimme des eigenen Inneren. Wenn der Partner also häufig wütend ist, fragen Sie sich, ob es vielleicht ihre eigene nicht gelebte Wut ist. Das Thema, das der Partner aufzeigt, muss aber kein eigenes erlittenes aus der Kindheit sein, es kann ebenso ein Thema Ihrer Ahnen (Eltern oder frühere Generationen) oder aus einem früheren Leben sein, das auf Erlösung wartet.

Heile es durch annehmen, lieben und danken und/oder mit Ho'oponopono, mit  Hypnose-Sitzungen oder Aufstellungen.
Je mehr Du in Dir heilst, umso mehr heilt in Deinem Partner!

 

Am Entwicklungsstand Ihres Partners können Sie am besten erkennen wie Ihr eigener (innerer, unterbewusster) ist. Sie können nur das in Ihr Leben ziehen, was zu Ihnen passt. Ihr Partner bringt die Themen/Muster mit, die in Ihnen noch erlöst werden wollen. Andere Partner, vor allem der oder die "Richtige" wird für Sie uninteressant sein, solange Sie noch Themen in sich tragen.

Sie können keinen Traumpartner anziehen wenn Sie selbst keiner sind, und sollte er doch in Ihr Leben kommen, so werden Sie ihn nicht anziehend finden und wenig Gefühle für ihn empfinden.

Sind Sie immer nur am Geben und können nichts Annehmen? Dann ziehen Sie sich ganz sicher einen reinen Nehmer an - Ihr Gegenstück.

 

Zu jedem Streit gehören IMMER beide Parteien. Jeder Täter braucht ein Opfer, und auch das Opfer hat mit der entstandenen Situation zu tun und darf an sich arbeiten um nicht mehr ausgenutzt zu werden.

 

Vorwürfe ("Du machst") und Forderungen ("Du solltest") sind immer Projektionen! Aus "Du machst" und "Du solltest" kann man die Umkehrungen "Ich mache (nicht)" und "Ich sollte (nicht)" formen.

Es sind immer die Dinge, die man selbst tut oder nicht tut beziehungsweise tun sollte oder nicht tun sollte.

 

"Wenn wir Probleme mit unserem Partner haben, dann deshalb, weil wir sie mit uns selbst haben."

aus diesem Artikel

 

Um das Verhalten des Partners zu verstehen, sind diese Frage und Aussage hilfreich:

 

  • Wozu dient das Verhalten meines Partners?
  • An den Folgen erkennt man die Absicht. Das bedeutet:
    An den Folgen (was macht es mit mir) erkennt man die (meist unbewusste) Absicht (des Partners).

 

Um Deine eigenen Themen aufzuspüren kannst Du wie folgt vorgehen:

 

  • Welche Situation zeigt sich im Außen (Wie behandelt mich mein Partner)?
  • Welche Gefühle (welchen Schmerz) löst die Situation in mir aus?
  • Woher kommen diese Gefühle (Schmerzen) ursächlich, woher kenne ich sie? (Auf welche ursprüngliche Situation will die aktuelle hinweisen?)

 

Ursachen für problematische Beziehungen

 

- Erlebnisse und Verletzungen in der eigenen Kindheit (inneres Kind)
- Verhältnis in der Kindheit zu Vater und Mutter
- Verhältnis der Eltern zueinander (Was haben sie vorgelebt?)
- Kindheitsthemen der Eltern und deren Vorfahren (Ahnenreihe)
- Erlebnisse aus früheren Leben

 

Nicht alles kommt aus der eigenen Kindheit! Einige Themen wurden aus früheren Leben mitgebracht und wirken sich ebenso negativ aus wie verdrängte Kindheitserlebnisse der Eltern, die auf die nächste Generation übergehen und unbewusst ausgelebt werden.

 

Die 5 Seelenwunden (aus der Kindheit)

 

Insgesamt gibt es 5 Seelenwunden, die wir in uns tragen können und die sich unser Unterbewusstsein bei einem Partner wieder sucht:

1. Wunde des Vertrauensbruchs - Du wirst immer wieder betrogen
2. Wunde (Angst) des Verlassenwerdens - Du wirst immer wieder verlassen
3. Wunde (Angst) der Ablehnung - Du bzw. Deine Liebe wird immer abgelehnt
4. Wunde der Demütigung - Du wirst immer wieder gedemütigt
5. Wunde der Ungerechtigkeit - Du wirst immer wieder ungerecht behandelt

 

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Bindungsstile / Bindungsangst (Verlustangst)

 

In den ersten 1 bis 2 Lebensjahren eines Kindes wird durch das Verhalten der Mutter zu ihrem Kind das spätere Bindungsverhalten eines Menschen festgelegt.

 

"Für die Entwicklung einer sicheren Bindung ist es wichtig, dass sich die jeweilige Bindungsperson dem Kind gegenüber feinfühlig verhält. Dies bedeutet, dass sie die kindlichen Verhaltensweisen wahrnimmt, die Signale des Kindes richtig interpretiert und angemessen und prompt, entsprechend dem Alter des Säuglings, auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert."

(Quelle: kindergartenpaedagogik.de)


„Das Bindungsmuster, welches das Kleinkind zu seiner ersten Bezugsperson aufgebaut hat, bleibt über das ganze Leben hinweg ein Bezugspunkt und beeinflusst die Gesamtentwicklung und den Werdegang der Persönlichkeit. Günstige wie ungünstige Bindungsmuster können von Generation zu Generation weiter gegeben werden.“
(Quelle: sicherebindung.at)

Man unterscheidet 4 Bindungsmuster:

1. Sichere autonome Bindung

(diese Menschen können "normale" Beziehungen ohne große Schwankungen führen) - diese Person hat Selbstvertrauen und ein gutes Selbstwertgefühl.

Es ist der einzige Bindungsstil ohne Bindungsangst.

2. Unsicher vermeidende Bindung - der rationale Fliehende

(diese Personen haben eine hohe rationale Intelligenz und streben Kontrolle in der Partnerschaft an) - hat als Kind keine Nähe, Trost und Schutz bekommen wenn es sie benötigte und „braucht“ als Erwachsener keine Nähe mehr - hat Angst vor einer festen Bindung und Enttäuschung. In der Kindheit hat diese Person Zurückweisung erlebt, fühlt sich abgelehnt und enttäuscht.

Die Bezugspersonen (Eltern) zeigen häufig eine distanzierte, bindungsabweisende Einstellung. Es gefällt ihnen, wenn die Kinder Anhänglichkeit zeigen, sie können jedoch deren Bedürfnisse nach Geborgenheit, Beruhigung und Trost nicht ausreichend stillen. Auch können sie sich kaum an eigene Kindheitserlebnisse erinnern, was auf ein hohes Maß an Verdrängung schließen lässt. Die eigenen Eltern und deren Erziehungsmethoden werden idealisiert, obwohl nur von wenig Unterstützung und wiederholter Zurückweisung berichtet wird. Kennzeichnend ist ein großes Unabhängigkeitsbestreben und eine Überbetonung von Selbstständigkeit, eigener Stärke und Willenskraft und die Angabe, fehlende Hilfe in der Vergangenheit nicht sonderlich vermisst zu haben.

Dieser Bindungstyp hat eine kaum bis gar nicht vorhandene Zuversicht, in Bezug auf die Verfügbarkeit von Mama oder Papa. Diese Kinder gehen davon aus, dass ihre Erwartungen sowieso abgelehnt werden. Sie fühlen sich weggestoßen und als Resultat nicht liebenswert. Aus den Gründen werden (enge) Beziehungen vermieden. Enge Beziehung halten sie für bedrohlich. Bei Nähe entsteht ein Unwohlgefühl. Nervosität und sogar Aggression steigen bei einer zu nahen Bindung.

Die Mutter zeigte gegenüber dem Kind häufig wenig Feingefühl und lehnte das Kind sogar oftmals aktiv ab. Dem unsicher-vermeidenden Typ fällt es schwer, dem Partner richtig zu vertrauen.

Oftmals ist damit ein eher zwanghafter, schizoider (beziehungsvermeidender) oder narzisstischer Persönlichkeitsstil verbunden. Bindung wird vermieden (im Zusammenhang mit einer negativen Wahrnehmung anderer). Eine typische Aussage wäre: „Ich fühle mich ohne enge emotionale Bindungen wohler, denn es ist für mich wichtig, unabhängig zu sein und dass andere sich nicht von mir abhängig machen.“

- Emotionale Themen werden eher vermieden, er betont seine Unabhängigkeit.
- Sie erkennen Widersprüche zu erinnerten Episoden mit Zurückweisung oder mangelnder Nähe nicht und haben kaum Erinnerungen an alte Ereignisse.
- Sie halten sich für starke Menschen, für die  Nähe zu anderen und Bindungen wenig bedeuten. Zu grosse Nähe macht ihnen Angst.

3. Unsicher ambivalente Bindung - der herzliche Klammerer

änglichst anklammerndes Verhalten

(diese Partner zeigen widersprüchliche Verhaltensweisen und legen sich nur selten auf jemanden wirklich fest) - Eltern gingen mal feinfühlig und einfühlsam auf das Kind ein, mal reagierten sie abweisend, die Bezugsperson war nicht berechenbar, das Kind fühlte sich unsicher und ungeschützt. Es hat eine ängstliche und abhängige Bindung zu den Eltern. Das Kind ist stark auf die Bezugsperson fixiert und ständig bemüht herauszufinden wie diese handeln wird. Es versucht schon früh die Stimmung der Eltern zu interpretieren, damit es nichts falsch macht und bestraft wird.Die Bedürfnisse des Kindes wurden nicht (immer) wahrgenommen, und der spätere Erwachsene kennt seine Bedürfnisse häufig gar nicht.

Die Mutter war nicht einschätzbar, heute so, morgen so, das Kind denkt "Ich kann mich nicht auf dich verlassen, ich werde alles tun um dich festzuhalten. Ich bin traurig, dass ich dir nicht vertrauen kann."

Beim unsicher-ambivalenten Kind entsteht keine Erwartungshaltung. Denn dazu ist es zu viel auf die Eltern konzentriert, statt auf sich selbst. Außerdem werden die kindlichen Erwartungen häufig enttäuscht.

Vertrauen den Eltern gegenüber kann das Kind nur bedingt aufbauen. Um die Aufmerksamkeit der Bezugsperson zu bekommen, muss es sich bemerkbar machen, indem es quengelt und klammert. Das Bedürfnis nach Nähe ist überbetont.

Die Mitteilungen der Eltern an das Kind sind meist von Doppelbotschaften geprägt, indem Mitgefühl und Trost mit Schelte, Druck und angstauslösendem Verhalten abwechselt.
Ebenso konnte hier häufig im Verhalten der Eltern ein unvorhersehbarer Wechsel von Überfürsorge und Zurückweisung und eine geringe oder wechselnde Qualität von Feinfühligkeit beobachtet werden. Die Eltern sind emotional nur teilweise verfügbar. Sie werden häufig von Erinnerungen an die eigene Kindheit dauerhaft belastet. Eigene negativ prägende Kindheitserlebnisse konnten nicht verarbeitet werden und die Gefühle wechseln zwischen Wut auf und Idealisierung der eigenen Eltern. Ein Gefühl der Abhängigkeit und Ohnmacht bezüglich der eigenen Eltern steht im Vordergrund und die Illusion, dass diese allein durch Wiedergutmachung diese missliche Lage positiv beeinflussen könnten.

Als Erwachsener passt sich eine solche Person häufig an und macht sich abhängig, sie ist sehr harmonieliebend. Sie vernachlässigt Freunde und Hobbys für den Partner. Häufig hat dieser Mensch ein ausgeprägtes Helfersyndrom und sucht sich Partner(innen) mit Missbrauch o. ä. Erlebnissen in ihrer Historie um sie zu "retten", ein Versuch, die eigene Mutter zu retten.

Wie schon erkennbar, ist die Angst den Partner zu verlieren allgegenwärtig. 
Der unsicher-ambivalente Typ will subjektiv mehr Nähe als der Partner und macht sich Sorgen, dass der Partner ihn nicht richtig liebt. Die Liebe ist für diese Bindung eine Verschmelzung von "du und ich". Eifersucht ist häufig vorhanden und die Grenzen des "du und ichs" sind nicht immer erkennbar.

Es besteht eine Bindungsangst im Zusammenhang mit einer negativen Wahrnehmung der eigenen Person. Die folgende Aussage beschreibt diesen Bindungsstil näher: „Ich möchte anderen Menschen emotional sehr nahe sein, auch wenn ich häufig merke, dass den anderen meine Ansprüche nach Nähe zu viel werden. Ohne enge Beziehungen geht es mir schlecht. Ich fühle mich unwohl, wenn ich alleine sein muss.“

Dieser Typ ist selten lange alleine, denn er sucht die Überbehütung seiner Kindheit und hat andersherum Angst vor Vereinnahmung.

- sind schlecht in der Lage, unterschiedliche Gefühle zu integrieren
- verstrickt in frühen Beziehungen, das Gesamtbild bleibt wirr und widersprüchlich. Sie sind weitschweifig und reden in unvollendeten Sätzen

- sind sich der Inkohärenz in ihren Angaben nicht bewusst
- sind passiv oder ängstlich gegenüber den Bindungspersonen.

4. Desorganisierte/desorientierte Bindung

(Betreffende zeigen das "Komm her – geh' weg"-Verhalten, das heißt, sie klammern sich zu schnell an jemanden und stoßen ihn kurz darauf wieder weg, extreme Nähe wechselt sich mit extremer Entfernung ab) - emotional widersprüchliches und inkonsistentes Bindungsverhalten - häufig bei Personen, die in der Kindheit Vernachlässigung und Missbrauch erlebt haben. Die Grenzen des Kindes wurden häufig überschritten, die Autonomie des Kindes daher zerstört. Das Kind wusste nicht, wie es sich verhalten soll, die Bindungspersonen sind nicht in der Lage, Unterstützung zu geben. Häufig kommen solche Bindungen vor wenn die Eltern psychisch krank sind oder das Kind (emotional oder körperlich) misshandeln.

Das Kind erlebte eine Unterbrechung seiner Bindungsstrategie; trotz realer Anwesenheit ist die Bindungsperson emotional unerreichbar. Kinder, die misshandelt wurden oder deren Bezugspersonen unter eigenen unverarbeiteten Traumatisierungen leiden, zeigen häufig dieses Bindungsmuster. Es besteht ein enger Zusammenhang mit familiären Risikofaktoren wie Misshandlung, psychischen Störungen und Suchtverhalten.

Es handelt sich um eine krankhafte Bindungsstörung, die Person ist emotional instabil und zeigt widersprüchliche und chaotische Verhaltensweisen. Sie haben haben keine Lösungsansätze für Beziehungsprobleme, sie haben kein Bindungsverhalten erlernt.

Die Bezugspersonen sind meist traumatisierte Eltern, die unter unverarbeiteten Erfahrungen leiden wie seelischer und körperlicher Verletzung oder gehäuften bzw. abrupten frühen Verlusten eigener Bindungspersonen. Durch ihre eigene fehlende Stressresistenz lösen sie in ihren Kindern ständig Alarmbereitschaft aus, die sie aber nicht beruhigen können. Auch hier tritt meist eine starke Parentifizierung ein und die Mütter überlassen den Kindern die Führung in Beziehung in zu hohem Ausmaß.

Das (innere) Kind denkt: "Ich will zu dir aber du machst mir Angst. Ich fühle mich hilflos und weiß nicht wo ich Hilfe bekomme."

Folgen im Erwachsenenleben können Verhaltensstörungen und psychische Erkrankungen sein. Es kann zwar eine Bindung bestehen, aber meist keine wahre Intimität. Der Persönlichkeitsstil ist oftmals durch sog. Borderline-Persönlichkeitszüge (emotionale Instabilität) geprägt.

Als erwachsene Person fällt es schwer, eine konstante Beziehung zu führen, Beziehungen sind vielmehr von permanenten Konflikten sowie einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet. Folgendes Beispiel charakterisiert den Bindungsstil: „Ich fühle mich nicht wohl, wenn mir andere nahe kommen, aber ich kann auch nicht ohne Beziehungen sein. Es fällt mir schwer, anderen zu vertrauen oder von ihnen abhängig zu sein, weil ich Angst habe verletzt zu werden.“

- Die Desorganisation des Erwachsenen zeigt sich in verbalen oder gedanklichen Inkohärenzen und Irrationalitäten bei ganz bestimmten Bindungsthemen wie Tod, Trennungen oder Beschreibung eines erlebten Missbrauchs. Bei Missbrauch ist es unmöglich, dass Eltern ihren Kindern ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. - Die geschädigte neurale Integration kann dazu führen, dass ihnen die Selbstregulation, die soziale Kommunikation und logisches Denken schwer fallen. Häufig neigen sie zu Gewalt und weisen eine Tendenz zur Dissoziation auf.
- Lösungen  auch nach traumatischen Erlebnissen oder Verlusten sind möglich. Für die Selbstreflexion ist es hilfreich, einen Erwachsenen zu finden, dem man vertraut und der zuhören kann.

 

Projektion / projektive Identifikation / Übertragung beim 4. Bindungsstil:

Um sich unerträglicher Gefühle zu entledigen, projiziert der Patient (Partner mit desorientierter Bindung) diese in den Analytiker (Partner). Diese Externalisierung findet über verbales und nonverbales Verhalten des Patienten (Partner mit desorientierter Bindung) statt und führt dazu, dass der Therapeut (Partner) diese Gefühle auch empfindet.
Der Vorgang der projektiven Identifizierung lässt sich in mehrere Phasen gliedern. Die erste, die Projektion stellt einen intrapsychischen Vorgang des Patienten (Partner mit desorientierter Bindung) dar, bei dem er Gefühle, Konflikte oder Selbstanteile, die er selbst nicht zu ertragen imstande ist, auf den Analytiker (Partner) projiziert. Es entsteht also eine Verzerrung in der Wahrnehmung des Patienten. In der darauffolgenden Induktionsphase übt der Patient (Partner mit desorientierter Bindung) interaktionellen Druck auf den Therapeuten (Partner) aus, der sich daraufhin (Identifikationsphase) mit den entsprechenden Inhalten identifiziert (und sie zu seinen eigenen Gefühlen macht).
Bei der Projektion werden eigene Impulse und Eigenschaften, die man nicht wahrhaben will, anderen zugeschrieben. Projektionen erkennt man oft an der Pauschalität ihrer Urteile.
Durch Projektion vermindert man Konflikte, die man mit sich selber hat. Das Bild von sich selbst bleibt übersichtlich und widerspruchsfrei. Die Wahrnehmung anderer wird jedoch verzerrt. Da man Impulse, die man nicht wahrhaben will, als schlecht bezeichnet, führt Projektion regelhaft zur Herabsetzung anderer und begünstigt damit Feindseligkeit.
Typisch ist, dass die projizierende Person versucht, das erwartete Verhalten beim anderen zu bewirken. Entweder übt sie unmittelbaren Druck aus oder sie verhält sich so, dass ihr Verhalten genau jene Gefühle und Impulse im anderen auslöst, die das erwartete Verhalten anstoßen.
Nicht immer handelt es sich beim erwarteten Verhalten um positive Zuwendung. Auch der Impuls, sich zu kritisieren, zu verachten oder herabzusetzen, kann bei sich selbst verleugnet, dem Gegenüber zugeordnet und schließlich durch ein entsprechendes Verhalten provoziert werden.

 

Zusammenfassung der vermeidenden Bindungsstile

 

Die vermeidenden Bindungsstile werden dabei als eine Verteidigungsstrategie angesehen, die eingesetzt wird, um mit der zurückweisenden oder unberechenbaren Bezugsperson möglichst unbeschadet in Kontakt zu bleiben. Da die Bezugsperson nur ungenügend auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert, oft nicht zugänglich, unzuverlässig, invalidierend (bestätigt nicht die Empfindungen des Kindes) und wenig einfühlsam ist, wird das Kind schon früh gezwungen, die Anwesenheit seiner Bezugsperson zu sichern. Andere Dinge können hingegen kaum angstfrei erforscht werden.
Der Bindungsstil, der sich bei einem Menschen durch die Entwicklungsgeschichte herausgebildet hat, hält normalerweise auch im Erwachsenenalter an und manifestiert sich meist in sämtlichen Beziehungen. Er ist aber nicht unveränderbar.
Mit einem unsicheren Bindungsstil ist man anfälliger für Depressionen. Auch das Abbrechen von Bindungen macht empfänglich für Depressionen. Das angesteuerte Ziel bei unsicheren Bindungsstilen besteht darin, eine gesunde Balance von Nähe und Autonomie herzustellen. Das heißt, die Fähigkeit zu entwickeln, alleine zu sein, ohne sich einsam zu fühlen, und andere Personen nahekommen zu lassen, ohne Ängste, sich zu verlieren. Eine bindungssichere Person fühlt sich gehalten, ohne sich kontrolliert zu fühlen, ohne sich an andere klammern zu müssen und ohne ambivalent (hin- und hergerissen) zu sein.

 

Kombinationen von Partnern mit verschiedenen Bindungsstilen:

 

1. unsicher vermeidend - unsicher ambivalent

In dieser Kombination führt es dazu, dass der unsicher vermeidende aus der Beziehung flieht oder mauert und der unsicher ambivalente klammert und immer wieder versucht, den vermeidenden zu gewinnen, was diesen noch weiter wegtreibt. Zudem möchte der ambivalente dem anderen helfen, sein Thema zu lösen, von seinem eigenen Thema weiß er häufig noch nichts, er sieht nur das Entziehen des Partners.

 

2. ambivalent - ambivalent

Hier passiert wenig, und einer der beiden wird automatisch die Rolle eines anderen Bindungsstils, z. B. des unsicher vermeidenden annehmen und sich aus der Beziehung herausziehen, da ihm der traumatisierte Partner fehlt, den er erlösen kann.

 

3. unsicher vermeidend - unsicher vermeidend

Wenn es hierzu kommen sollte, wird es eine sehr distanzierte, passive Beziehung sein. Man lebt nebeneinander her.

 

4. unsicher ambivalent - desorient

Eine hochexplosive Mischung, denn der desoriente Partner, der häufig traumatisiert und abgespalten ist, lebt in der Beziehung seine Kindheit nach um diese zu erlösen.

Er will und braucht einerseits viel Nähe, boykottiert die Beziehung aber immer und immer wieder durch Streit, Angriffe, Beschuldigungen (meistens Projektion seiner eigenen unbewussten Anteile, s. o.), er destabilisiert die Beziehung, sorgt für Unsicherheit beim Partner und versucht Sicherheit für sich im Außen zu erschaffen. Er geht abwechselnd in die Rolle des eigenen Kindes und in die des Täters von damals, was dazu führt, dass der geliebte Partner wie ein Feind schlecht behandelt wird und dieser nicht mehr an den desorientierten herankommt. Häufig ist sich der desoriente Partner seiner Verhaltensweisen nicht bewusst und nimmt sich selbst ganz anders wahr.

Der desorientierte Partner bringt durch sein Verhalten den ambivalenten in die Rolle des Täters um diesen dann wiederum für sein Verhalten zu beschuldigen.
Nähe ist für den desorientierten eine große Gefahr, mit allen Mitteln bekämpft wird, weil er sie nie erlebt hat.
Vorteil für den ambivalenten Partner: Er kommt mit seiner unterdrückten Wut in Berührung.

Der ambivalente Partner versucht dem Partner zu helfen, was gleichzeitig der Versuch ist, die eigene Mutter oder den Vater zu retten, denn das Verhalten des desorientierten Partners spiegelt möglicherweise das Verhalten des eigenen Elternteils wieder.

Ein unschöner Beziehungskampf, der viele Verletzungen auf beiden Seiten, vor allem aber beim ambivalenten Partner hinterlässt.

Lösung: Der desorientierte Partner muss seine Traumata auflösen und die Beziehung zum Täter heilen um Nähe nicht als Gefahr zu betrachten, und der ambivalente Partner das Verhältnis zu Vater oder Mutter klären, um nicht länger seine Partner retten zu müssen, und seinen Selbstwert aufbauen.

5. unsicher vermeidend - desorient

Falls es überhaupt zu dieser Bindung kommen sollte, dürfte es eine recht passive Verbindung sein. Hier fehlt dem desorienten Partner der Helfer, der sich als Stellvertreter für das verursachende Elternteil zur Verfügung stellt. Der unsicher vermeidende würde wohl schnell das Weite suchen.

 


Quellen Bindungsstile:
http://www.sicherebindung.at/qualitaeten.htm

http://www.lebenshilfe-abc.de/bindungserfahrungen.html

https://www.elitepartner.de/magazin/komm-her-geh-weg-bindungsforschung-und-irrationales-flirtverhalten.html
http://www.eltern-kind-bindung.net/f%C3%BCr-fachpersonen/postpartaler-bereich/bindungsmodelle/

http://www.heilkundigepsychotherapie.com/Psychologe-Blogs/bindungsverhalten-vom-kind.html

http://www.praxis-breitenberger.de/2012/09/bindungstheorie/

www.schattauer.de/fileadmin/assets/buecher/Schramm/2758/pdf/Handout_21.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Projektive_Identifikation

http://www.seele-und-gesundheit.de/psycho/abwehrmechanismus.html

https://www.sein.de/seelenwunden-heilen/

 

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Die 2 Pole in der Beziehung - Verstandes- und Herzmensch

 

In einer Beziehung finden meistens ein "Verstandesmensch" (Gefühlsklärer) und ein "Herzmensch" (Loslasser) zusammen. Ganz besonders kommt das bei Seelenpartnern/Dualseelen zum Tragen.

Mehr über Dualseelen auf meiner Unterseite.

Herz- und Verstandesmensch spiegeln sich gegenseitig ihre Themen. Das Ziel ist, in die eigene Mitte, in die Selbstliebe und bedingungslose Liebe, zu kommen. Der Verstandesmensch hat scheinbar die Kontrolle über die Beziehung und den Herzmenschen, stellt sich jedoch der Herzmensch seinen Aufgaben, hat er die Fäden in der Hand und kann die Verbindung zum Erfolg führen.

Am Ende ist es egal (wenn man an diese spirituellen Konzepte glaubt), ob Dein Partner Deine Dualseele, Zwillingsflamme, Seelenpartner oder was auch immer ist. Wichtig ist, dass Du die Lernaufgaben erkennst und annimmst, und die nötigen Veränderungen an Dir selbst vornimmst. 

 

Minuspol

Verstandesmensch (VM) /

Verdränger

Beziehungs(los)Löser

Gefühlsklärer (Aufgabe)

Elternrolle

unteraktiviertes Bindungsmuster

Narzisst

zu viel Distanz

 

- Ratio / Denker

- folgt seinem Verstand

- männliches Prinzip (Yang)
- steht für Angst und Materialität,
der Herzmensch zeigt ihm die unentwickelte spirituelle Seite

- Gefühle sorgen für Angst und Rückzug

- hohe Schutzmauern,
funktionieren schnell,
zu starkes Ego, Schutzmechanismus vor den eigenen Gefühlen und Verletzungen der Kindheit

- redet ungerne über Gefühle

- ausgerichtet nach außen,
auf äußere Werte und Materielles

- wird als kühl und hart wahrgenommen

- wichtig sind Geld, Anerkennung und Erfolg

- erzogen auf Leistung und Erfolg, 
abgelehnt wenn er Gefühle zeigte

- unsicher vermeidendes oder desorientiertes Bindungsmuster (flieht, mauert oder kämpft s. o.)
- aktiv bindungsängstlich*
- "Täter" in der Beziehung, Opfer in der Kindheit

- bereitet dem HM Schmerz
(und trägt Schmerz in sich)

- aktiv: behandelt den Partner, wie er in der Kindheit behandelt wurde

 

- sucht sich das, was er nicht aus der Kindheit kennt (Liebe), kann es aber nicht annehmen und damit umgehen
verletzt den Partner wie er in der Kindheit verletzt wurde

 

- Froschperspektive, sieht nur Details

 

- Augen: eher kurzsichtig

- inneres Kind ist zu klein und innerer Erwachsener zu groß

 - nimmt sein Licht / seine Macht nicht an

 

- manipuliert und dominiert

 

- zu sehr bei sich selbst und zu wenig beim anderen

- zu egoistisch, sieht hauptsächlich die eigenen Bedürfnisse

- sehr wenig Empathie für andere

- ordentlich bis perfektionistisch

- eher Frühaufsteher (Lerche) und abends früh müde

- dominant
- zu unabhängig
- nach außen unabhängig,
in Wirklichkeit abhängig

- fehlende Symbiose zur Mutter (zu wenig Nähe), daher sucht er symbiotische Bindungen, ist aber eher unabhängig

 - unterdrückte Wut

 

- distanziert sich vom HM

- läuft vom HM weg

<------- Laufrichtung
- verlässt
- bedingte Liebe

 

 

Ursachen:

- bekam zu wenig an Zuwendung, zu geringe Mutterbindung

- Angst vor Nähe aus Angst vor Bindung =  Verlustangst

 

 

-> Hat ein Problem mit Nähe

und spiegelt dem HM sein Thema mit Distanz

 

 

- emotionaler Missbrauch in der Kindheit, z. B. durch Gewalt oder Vernachlässigung

- zu wenig Liebe erhalten

 

- hat keine Bindung zur Mutter und durch diesen Schmerz seine Gefühle unterdrückt, ist zu früh erwachsen geworden

- bekam Flügel aber keine Wurzeln

(sein Verhalten in der Beziehung, wie er mit dem Partner umgeht, zeigt was er selbst erlebt hat, z. B. heranholen und wegstoßen)

 

Verlassenheitswunde durch Vernachlässigung, Verlust und Abwesenheit von wichtigen Bezugspersonen, zu wenig Zuwendung und Gefühlskälte, zu wenig Unterstützung und leeren Versprechungen

Das Bedürfnis nach Verbundenheit wird nicht erfüllt
-> Glaubenssatz
„Ich bin getrennt“

 

Insgesamt gibt es 5 Seelenwunden:

1. Wunde des Vertrauensbruchs
–> Maske (Strategie) der Kontrolle

2. Wunde (Angst) des Verlassenwerdens
-> Maske (Strategie) der Abhängigkeit

3. Wunde (Angst) der Ablehnung
-> Maske (Strategie) der Flucht

4. Wunde der Demütigung
-> Maske der Unterwürfigkeit

5. Wunde der Ungerechtigkeit
-> Maske der Starrheit

 

 

Symptome:

- kontrolliert, will alles im Griff haben, auch die Gefühlswelt
- unterwürfig durch Bemutterung (macht sich wertvoll und kontrolliert)
- hohe Schutzmauer, gefühlskalt 
- starr und bockig, redet nicht mehr (kontrolliert die Gefühle)

- will frei sein, ist aber häufig abhängig von Substanzen,
bzw. finanziell oder emotional

 

Heilung:

- Heilung der zu geringen Mutterbindung

 

- innere (unsichtbare) Lernaufgaben

- den Kopf/Verstand in Liebesdingen ausschalten, so dass Herz und Kopf in Balance kommen

- Herz sprechen und entscheiden lassen

- die weiblichen Attribute entwickeln

- Verlustängste zulassen

- Gefühlskontrolle abgeben

- Ausrichtung auf innere Werte wie Liebe, Mitgefühl und Verständnis

- sich selbst annehmen

- Bindungen eingehen können lernen

- eigene Grenzen aufweichen

- Ja sagen lernen zu Liebe

 

- verbindlicher werden

- Selbstliebe und Selbstwert erhöhen

-> mit seinen Gefühlen in Kontakt kommen und die Wunden heilen

vertrauen und Liebe zulassen, sich darauf einlassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-> Heilung des inneren Kindes (muss größer werden) und des inneren Erwachsenen (muss kleiner werden) damit beide in Balance sind

Pluspol

Herzmensch (HM)

 

 Beziehungs-Binder

Loslasser (Aufgabe)

Kindrolle

überaktiviertes Bindungsmuster

Komplementärnarzisst

zu viel Nähe

 

- Emotio / Fühler

- folgt seinen Gefühlen

- weibliches Prinzip (Yin)
- steht für Liebe und Spiritualität,
der Verstandesmensch zeigt ihm die noch unbearbeiteten Ego-Themen

- Gefühle sorgen für Freude und Genuss
- niedrige Schutzmauern,
funktionieren langsam und spät

zu kleines Ego

 

 

- redet gerne über Gefühle

- ausgerichtet nach innen, 
auf innere Werte und Gefühle

- wird als warmherzig und weich wahrgenommen

- wichtig sind Gefühl und Wohlbefinden

- erzogen lieb und brav zu sein,
Gefühle zeigen war erwünscht

- unsicher ambivalentes Bindungsmuster (klammert s. o.)

 

- passiv bindungsängstlich*
- "Opfer" und Helfer in der Beziehung, will Partnerin (= Mutter) retten

- sucht (unbewusst) Schmerz

- passiv: lässt sich vom Partner behandeln, wie er in der Kindheit behandelt wurde

- sucht sich unbewusst das, was er aus der Kindheit kennt (Verletzungen), will das aber nicht mehr

 

 

- Vogelperspektive, sieht das Ganze, hat den Überblick
Augen: eher weitsichtig

- inneres Kind ist zu groß und innerer Erwachsener zu klein

- gibt sein Licht / seine Macht ab

 

 

- lässt sich manipulieren
und dominieren

- zu sehr beim anderen und zu wenig bei sich selbst

- setzt den Partner und dessen Bedürfnisse an die 1. Stelle- sehr viel Empathie für andere

- häufig chaotisch

- eher Nachtmensch (Eule) und Langschläfer

- devot

- zu abhängig
- nach außen abhängig,
in Wirklichkeit (co-)abhängig

- Symbiose zur Mutter (zu viel Nähe), daher sucht er symbiotische Bindungen und macht sich abhängig -> Loslösung von der Mutter

- unterdrückte Wut

 

- klammert ängstlich, hält fest

- läuft dem VM nach

<------- Laufrichtung
- wird verlassen
- bedingte Liebe

 

 

Ursachen:

- bekam zu viel an Emotionen,
zu große Mutterbindung

- Angst vor Nähe aus Angst vor Verlust oder

Einengung / Vereinnahmung

 

-> Hat ein Problem mit Distanz / Ablehnung

und spiegelt dem VM den Wunsch nach Nähe

 

- emotionaler Missbrauch in der Kindheit, z. B. durch dominante, klammernde Mutter

- Überbehütung oder
mal zu viel und mal zu wenig Liebe

- ist unterbewusst noch mit der Mutter verhaftet, hat sein Ich nicht voll entwickelt, ist innerlich Kind geblieben

 

- bekam Wurzeln aber keine Flügel

(sein Verhalten in der Beziehung, wie er mit dem Partner umgeht, zeigt was er selbst erlebt hat, z. B. übermäßiges Klammern)

 

Vereinnahmungswunde durch zu wenig Raum und zu enge Grenzen, entsteht durch Kontrolle, emotionale und körperliche Gewalt, Überbehütung und Bevormundung, Erpressung und Beschämung.

Das Bedürfnis nach Autonomie wird nicht erfüllt
-> Glaubenssatz „Ich bin wertlos“

 

 

Insgesamt gibt es 5 Seelenwunden:

1. Wunde des Vertrauensbruchs
–> Maske (Strategie) der Kontrolle

2. Wunde (Angst) des Verlassenwerdens
-> Maske (Strategie) der Abhängigkeit

3. Wunde (Angst) der Ablehnung
-> Maske (Strategie) der Flucht

4. Wunde der Demütigung
-> Maske der Unterwürfigkeit

5. Wunde der Ungerechtigkeit
-> Maske der Starrheit

 

 

Symptome:

- flüchtet, teilweise in Tagträume
- kann seinen Platz nicht behaupten
- lässt sich Energie rauben
- macht sich von Menschen abhängig
- erduldet Demütigung bis zur Selbstaufgabe

- starke Anpassung an den Partner

 

 

 

  

Heilung:

- Lösung der zu engen Mutterbindung

- Heilung der Distanz / Ablehnung

- äußere (sichtbare) Lernaufgaben

- den Kopf/Verstand bei Liebesdingen einbeziehen, so dass Herz und Kopf in Balance kommen

- Kopf und Verstand einschalten

 

- die männlichen Attribute entwickeln

- Verlustängste abbauen

- eigene Gefühle kontrollieren

- Ausrichtung auch auf äußere Werte wie Erfolg, Materielles und Status

- sich selbst annehmen

- Fähigkeit Loszulassen ausbauen
- eigene Grenzen stärken

- Nein sagen lernen zu unguten Gefühlen

- unverbindlicher werden

- Selbstliebe und Selbstwert erhöhen

- in die eigene Stärke kommen

- sein wahres Ich zeigen

- Geduld lernen und Zeit für die Entwicklung des VM und Überwindung seiner Ängste lassen

- aufhören zu helfen und den VM in seine Eigenverantwortung entlassen

- Loslassen des VM durch bedingungsloses Annehmen der Gefühle und der Situation

- den Verstandesmenschen im Vertrauen loslassen / sich distanzieren, um ihm das Zuviel an Nähe zu entziehen, das ihm Angst macht und damit er in die Verlustangst und damit in sein Gefühl kommt

- Bedürftigkeit und sehnsüchtiges Warten ablegen

- sich selbst an die 1. Stelle setzen

- aus der Opferrolle aussteigen

- eigene Bedürfnisse wahrnehmen

- sich selbst und dem VM vergeben und verzeihen und ihn bedingungslos lieben

- um sich werben lassen

- Urvertrauen wieder erlangen

Laufrichtung ändern -------> (weg)

-> abgrenzen / Grenzen setzen

- es muss eine Spannung auf dem energetischen Band aufgebaut werden

 

-> Heilung des inneren Kindes (muss kleiner werden) und des inneren Erwachsenen (muss größer werden) damit beide in Balance sind


Die Mitte

Yin yang.svg

Liebe statt Angst
bedingungslose Liebe

Vertrauen

Selbstliebe

Selbstwert

Selbstvertrauen

Selbstsicherheit

SelbstbewusstseinGanzheit, Einssein

unabhängig und abhängig

kann ja und nein sagen

liebt sich selbst und sein Gegenüber gleichermaßen

liebt sich selbst und den Partner bedingungslos

respektiert die eigenen Grenzen wie die des anderen

kann aktiv und passiv sein

kann stark und schwach sein

weiß, dass emotionale und materielle Werte wichtig sind

kann loslassen und sich binden

Herz und Verstand bilden eine Einheit - Herzintelligenz

 

keine Spiegelungen durch den Partner mehr nötig

 

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Zusammenfassung - Ursachen und Lösung

 

Probleme, die man in Beziehungen hat, gehen in aller Regel auf die eigene Kindheit und das Elternhaus zurück.

Die Ursache können Dinge sein, die mit dir gemacht wurden (Du hast zu wenig Liebe bekommen oder bist missbraucht worden) oder auch Sachen, die mit jemand anderem gemacht wurden, die du erlebt und gesehen hast (deine Mutter wurde vor deinen Augen geschlagen oder vergewaltigt / deine Mutter verursachte häufig Streit und du suchst als Mann heute Frauen die Drama machen). Du musst nicht selbst das Opfer des Ereignisses gewesen sein.

Hinter jedem Beziehungsproblem stecken Ängste (vor Nähe = Bindungsängste):

  • Angst vor dem Alleinsein
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst vor Verlust des Partners
  • Angst vor Einengung / Vereinnahmung
  • Angst vor der eigenen Unvollkomenheit (Selbstwert)
  • Angst, ein Stück von sich selbst zu verlieren
  • Angst ausgenutzt zu werden
  • Angst sich lächerlich zu machen
  • Angst vor dem Unbekannten
  • Angst vor Kontrollverlust
  • Angst vor Verantwortung / zu versagen

 

Bei der Aufarbeitung, die z. B. via Hypnose und Einzel- oder Gruppenaufstellungen stattfinden kann (Hypnose und Aufstellungen sind auch über Telefon und Skype möglich), geht es vor allem um diese Hauptthemen:

  • inneres Kind
  • innerer Erwachsener
  • Beziehung zur Mutter / innere Frau
  • Beziehung zum Vater / innerer Mann
  • Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstliebe, Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein
  • eigene Bedürfnisse und Grenzen
  • Themen aus der Ahnenreihe
  • Themen aus früheren Leben

In Aufstellungen können diese Punkte gemeinsam hervorragend dargestellt und korrigiert werden. Hier zeigen sich Themen aus der Kindheit wie Vernachlässigung, "zu viel" Liebe, zu starker oder schwacher innerer Erwachsener (Schutzmauer), Energieraub etc.
Die innere Familie ist der Schlüssel zu einer wundervollen Beziehung!

Aber auch Erlebnisse, die die Eltern in ihrer Kindheit hatten, können die Ursache für Deine negativen Beziehungserlebnisse sein, wenn Deine Eltern diese Dinge verdrängt haben. Sie gehen dann auf die nächste Generation über.

 

Veränderung ist möglich, und wenn diese inneren Bereiche bearbeitet sind, ändert sich das Bindungsmuster hin zu einem sicheren, so dass man automatisch andere Partner anzieht ("Herzmagnet"), die ebenfalls eine sichere Bindung aufweisen. Der Traumpartner kann dann zu Ihnen kommen.

 

 

Phasen einer Beziehung

 

Chuck Spezzano unterteilt in diese Phasen:

 

1. Phase: Verliebtheit

Verliebtheit ist das Erkennen der eigenen ungeliebten oder abgespaltenen Teile, die man im anderen sieht (Projektion).

 

2. Phase: Machtkampf

Spiegelung/Projektion von Kindheitserlebnissen, Schatten, Tanz von Unabhängigkeit und Abhängigkeit

Der Partner verhält sich wie das gegengeschlechtliche Elternteil.

 

3. Phase: Tote Zone

 

4. Phase: Konkurrenz

 

5. Phase: Partnerschaft

 

 

Daphne Rose Kingma unterscheidet 7 Phasen:

 

1. Die Flitterwochen – “Falling in Love”

2. Die Verpflichtung – Versprechen und Gelübde

3. Die Krise – Ein Riss in der Vase

4. Die Tortur – Ein Machtkampf

5. Das Chaos – Verlust der Kontrolle

6. Der Verzicht – Das Erwachen

7. Wahre Liebe – Transformation

 

Quelle: http://www.psychotherapiepraxis.at/pt-blog/stadien-partnerschaft/

 

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Schöne Sprüche, auch über das Thema Liebe

 

Hervorragende Videos, auch über das Thema Liebe

 

 

Interessante Texte

 

Die heilende Beziehung: hinter den Spiegeln und Projektionen

 

Interview mit Stefanie Stahl über Beziehungsphobie

 

Abhängigkeit und Angst vor Nähe – Wie und warum Beziehungen aus dem Gleichgewicht geraten

 

Abhängigkeit in Beziehungen – von der Sucht, gebraucht zu werden

 

Seelenwunden heilen

 

Warum Deine Seelenwunden Stück für Stück Dein Leben zerstören, und wie Du sie überwindest um endlich Dein wahres Ich zu leben

 

 

Dualseelen

 

Seelenliebe (Karma und Erwachen)

 

Vom Loslasser (Herzmensch) und Gefühlsklärer (Verstandesmensch) bei Dualseelen

 

Was sind Dualseelen?

 

Wie du durch das Heilen deiner Seelenwunden, deinen Dualseelen-Prozess positiv beeinflussen kannst.

 

Dualseelen - der Verstandesmensch (gute Zusammenfassung der Thematik)

 

Dualseelen-Hilfe - eine wundervolle Seite, die die ganze Thematik gut erklärt

(derzeit offline, 12.06.2016)

 

Die Phasen einer Seelenpartner-Partnerschaft (derzeit offline, 12.06.2016)

 

Seelenverwandt oder Borderline und andere Irrtümer

 

 

Buchempfehlungen

 

Rüdiger Schache: Das Geheimnis meines Spiegelpartners - Die Beziehung als Weg zur inneren Befreiung

 

Cassandra Philips: Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst: Nähe und Distanz in Liebesbeziehungen

 

Stefanie Stahl: Jein!: Bindungsängste erkennen und bewältigen. Hilfe für Betroffene und deren Partner

 

Stefanie Stahl: Vom Jein zum Ja!: Bindungsangst verstehen und lösen. Hilfe für Betroffene und ihre Partner

 

Steven Carter: Nah und doch so fern: Beziehungsangst und ihre Folgen

 

Sandra Ruzischka: Das Geheimnis der Dualseelen, Seelengefährten und Seelengeschwister: Karmische Verbindungen und über die grossen Herausforderungen dieser Begegnungen in unserem Leben

 

Ricarda Sagehorn und Cornelia Mroseck:

- Dualseelen & die Liebe: Wenn das Schicksal auf zwei Herzen trifft

- Der Loslasser: Der Herzmensch einer Dualseelenliebe

- Der Gefühlsklärer: Der Kopfmensch einer Dualseelenliebe

 

Kommentare

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Kommentare: 3
  • #3

    Svetlana (Freitag, 21 April 2017 17:20)

    Ich danke von ganzen Herzen für diesen tollen Eintrag. Für all die Mühen, die Sie sich gemacht haben und vor allem dafür, dass Sie die Ergebnisse dieser mühevollen Recherche mit uns teilen.

  • #2

    Miriam (Dienstag, 28 März 2017 18:24)

    Liebe Steffi, lieber Jörn!
    Vielen Dank für den sehr intensiven "Tag für mich". Ich finde es toll, dass es dieses Angebot gibt - gut für Menschen, die weiter weg wohnen!
    Ich habe in den Jahren zuvor Psychotherapie, ein systemisches Coaching und Heilhypnose ausprobiert (je für ca. ein Jahr) und obwohl die Tendenz aufsteigend war, habe ich nichts als durchschlagenden Erfolg empfunden. Mich hat Jörns Ansatz sehr angesprochen, der insofern anders ist, als dass er wirklich das konkrete Problem/Gefühl in Angriff nimmt, statt allerlei "Nebenschauplätze" zu bearbeiten. Ich fand die Hypnosesitzung sehr zielführend und ich bin überrascht und erstaunt, dass ein altes, mir so bekanntes Gefühl sich dadurch aufgelöst hat! Ich bin seit der Sitzung wieder in eine Auslösersituation geraten - und wäre schon aus Routine fast in das alte schmerzliche Gefühl gefallen, bloß: es war weg! Ein unbeschreibliches Gefühl, vielen Dank dafür! Die Aufstellungen mit Steffi, unter denen ich mir zuvor nichts vorstellen konnte, waren ebenfalls sehr, sehr beeindruckend und berührend und von Euch beiden sehr liebevoll und mitfühlend begleitet. Ich hatte in der Theorie schon länger verstanden, dass es möglich ist, dass man selbst eine Beziehung von sich fern hält, obwohl es an der Oberfläche ganz genau andersherum erscheinen mag. Ich hatte aber allein nicht die Möglichkeit zu erkennen, wo bei mir selbst dieses Problem lag, ich konnte es mir beim besten Willen nicht vorstellen und schon gar nicht selbst heilen! Als aber Steffi sich in meine Gefühlswelt eingefühlt hat, wusste ich genau, dass es so war, wie sie sagte. Es ist schwer zu beschreiben, wie bedeutend diese Erkenntnis für mich war... Ich bin immer noch verwundert und freue mich auf das, was vor mir liegt. Wenn ein Knoten nicht platzen will, kann ich einen "Tag für mich" von ganzem Herzen empfehlen! Vielen lieben Dank für die einfühlsame Begleitung!

  • #1

    Frauke (Freitag, 27 Januar 2017 00:01)

    Tolle Seite, so viel Information. Danke!

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